Krebsvorsorge
Regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen sind ein zentraler Bestandteil der Frauengesundheit. Sie dienen dazu, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Erkrankungen wie Gebärmutterhals- oder Brustkrebs rechtzeitig zu behandeln.
Empfohlene Zeitpunkte und Intervalle
Die empfohlenen Zeitpunkte und Intervalle für Vorsorgeuntersuchungen sind in Deutschland klar geregelt und richten sich nach Alter und Gesundheitszustand. In der Regel umfassen sie jährliche Kontrollen.
Umfang der regulären Krebsvorsorge
- Ausführliche Anamnese und Beratung
- Gynäkologische Untersuchung
- Untersuchung von Gebärmutter und Eierstöcken
- Abstrich vom Gebärmutterhals (Zellabstrich/HPV-Test, je nach Alter und Programm), ab dem Alter von 20 Jahren
- Tastuntersuchung der Brust ab dem Alter von 30 Jahren
- iFOBT (Stuhltest auf okkultes Blut) ab dem Alter von 50 Jahren
Seit 01.04.2025 gilt eine gesetzliche Regelung zur Darmkrebsvorsorge: Durchführung eines immunologischen Stuhltests (iFOBT) alle zwei Jahre auf nicht sichtbares Blut im Stuhl, sofern keine Darmspiegelung gemacht wird.
Zusätzliche Untersuchungen (IGeL)
Einige zusätzliche Untersuchungen können sinnvoll sein, gehören aber nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen. Dazu zählen beispielsweise:
- Vaginaler Ultraschall zur genaueren Beurteilung von Gebärmutter und Eierstöcken
- Brustultraschall (Mammasonographie) bei dichter Brust oder ergänzend zur Tastuntersuchung
- Erweiterte Labor- oder HPV-Diagnostik, sofern nicht Teil des regulären Screening-Programms
Wir beraten Sie gerne dazu, welche Zusatzleistungen für Ihre persönliche Situation sinnvoll sind.